Juli 2026
01. – 06.07.2026
Der Monat begann mit sechs Tagen Campus Galli – sechs Tage voller Handwerk, Gespräche, Wiedersehen und neuer Begegnungen. Nachdem unser Lager aufgebaut war, kehrte schnell der gewohnte Lagerrhythmus ein. Unser Platz unter den Bäumen bot ausreichend Raum für Zelt und Plane und wurde für die nächsten Tage zu unserem Zuhause. Schon bald bestimmten Bogenbau, Sprang und viele Gespräche den Alltag. Besonders spannend wurde es, als Steffi Sprang auf Englisch erklären durfte – eine ungewohnte, aber schöne Herausforderung. Das Interesse an den altsächsischen Handwerken, den Glasperlen und unserem Alltag war groß, und daraus entstanden viele schöne und interessante Gespräche. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch unserer Facebook-Followerin Katja, die ihre Stofftiere mitgebracht hatte. Natürlich ließ sich Teddygunde nicht lange bitten, gemeinsam mit ihren neuen Bekanntschaften für einige Fotos zu posieren.
Unsere Nachbarn Sarworter Isenwerc entpuppten sich schnell als fröhliche Truppe. Es wurde viel geschwätzt, gelacht und gegenseitig ausgeholfen. Natürlich freuten wir uns auch über den Besuch vieler bekannter Gesichter. Die zahlreichen Begegnungen und Gespräche trugen ihren Teil dazu bei, dass wir uns während der gesamten Veranstaltung rundum wohl gefühlt haben. Viel zu schnell war es Montag und damit Zeit für den Abbau.
Unser Fazit? Campus Galli ist für uns weit mehr als eine Museumsbelebung. Es ist ein Ort, an dem historische Darstellung, Handwerk und Gastfreundschaft auf ganz besondere Weise zusammenkommen.
07.07.2026
Heute habe ich einiges von dem Lagerkram weg gepackt, der vom Lager im Campus Galli noch in unserer Wohnung herumstand.
08.07.2026
Weil wir im Campus Galli festgestellt hatten, dass unsere Tischplatte so langsam das Zeitliche segnet, waren wir heute im Baumarkt und haben Bretter für eine neue Tischplatte besorgt.
09.07.2026
Wie versprochen habe ich die Links zu den Videos, die Dieter im Campus Galli gedreht hatte, an die Leute vom Campus Galli geschickt.
10.07.2026
Nachdem ich festgestellt hatte, dass wir seit den Weibsbildern keine Bilder mehr auf unsere Homepage gestellt haben, haben wir das erst mal nachgeholt. Die Bilder vom Lager auf dem Sachsengelände, der Pfalzschlacht, dem Tag in Lauresham und Campus Galli sind nun auf unserer Homepage zu sehen.
In der Post war Teddygundes Strohhut, den sie natürlich gleich ausprobieren musste, und er passte wie angegossen. Also habe ich gleich Fotos gemacht und habe eins davon bei Facebook eingestellt.
11.07.2026
Auf dem Sachsengelände haben wir Zelt und Plane gefaltet und auf den Planenanhänger gepackt. Da beide mit kleinen Fliegen übersät waren, haben wir sie erst mal im Schatten des Walnussbaums abgebürstet – kein erfreulicher Job bei dem heißen Wetter.
12.07.2026
Das Bild von Teddygunde mit ihrem Strohhut habe ich auf unsere Homepage gestellt. Für Teddygunde habe ich das Mantelkleid, das ich im Campus Galli versaut hatte, noch einmal zugeschnitten, und außerdem eine leichte Wollmütze für Dieter.
16.07.2026
Weil in der WhatsApp-Gruppe für das Altsachsenevent auf dem Sachsenhof Greven einige Postings hin- und hergingen, habe ich noch einmal in das PDF geschaut, das der Veranstalter geschickt hatte – zum Glück! – denn dabei habe ich zu meinem Schrecken entdeckt, dass jede Gruppe einen maximal halbstündigen Vortrag über ihre Darstellung halten soll. Also habe ich mich hingesetzt und einen Text zusammengestellt. Den Vortragsentwurf habe ich an Dieter gemailt, damit er seinen Teil über die Bogenherstellung noch ergänzt.
17.07.2026
Heute hat Ingo mich angeschrieben, er hat das Buch von Jörg Kleemann bekommen, „Sachsen und Friesen im 8. und 9. Jahrhundert“, und was mich fast noch mehr geflasht hat als die Nachricht über das Buch war, dass Ingo mir angeboten hat, mir das Buch zu leihen, wenn er es durchgelesen hat. Dieser Vertrauensbeweis rührt mich wirklich.
Ulrich hatte einen Termin für das Altsachsenevent in Steyerberg erstellt, den habe ich als Sachsen von der Wisura mit einem entsprechenden kleinen Text auf Facebook geteilt.
18.07.2026
Auf dem Sachsengelände haben wir die Zeltstangen, die noch in der Hütte lagen, am oberen Ende mit Löchern versehen und dann die kleinen Stangen, die wir kürzlich im Baumarkt gekauft hatten, in gleich große Anschnitte gesägt. Die Abschnitte habe ich dann zusammen mit zwei Stangen, die für den Sprangrahmen gedacht sind, geölt und alles in die Sonne gepackt zum Trocknen. Dann haben wir die Zeltstangen auf den Planenanhänger geladen, ich habe die Tontöpfe aus dem Lagerraum geholt und auf die Veranda gestellt, denn die nehmen wir am kommenden Freitag mit, wenn wir zum Lager fahren.
Außerdem habe ich abends an dem Vortrag für Greven weiter gearbeitet. Parallel dazu habe ich mich daran gemacht, mit Libre Impress, der Linux-Version von Power Point, eine Bilddatei zu erstellen, die den Vortrag in Greven unterstreichen soll. Da müssen wir aber morgen noch mal dran, es fehlt noch ein Bild von Dieters Aalsum-Bogen, das müssen wir erst noch knipsen.
19.07.2026
Für Greven habe ich die Klamottenkiste und die Tasche mit den Wechselklamotten gepackt. Für den Vortrag haben wir Dieters Bogen im Garten unserer Vermieterin fotografiert und ich habe das Foto der Datei für den Vortrag hinzugefügt.
24.-26.07.2026
Am letzten Juliwochenende waren wir zu Gast beim ersten Altsachsentreffen auf dem Sachsenhof Greven, eingeladen hatte der Heimatverein Greven. Schon die Anreise verlief – abgesehen von den obligatorischen Baustellen und Staus im Ruhrgebiet – problemlos. Nach der freundlichen Begrüßung durch Bernhard vom Heimatverein konnten wir unseren Lagerplatz beziehen und unser Lager in aller Ruhe aufbauen. Der Abend klang mit vielen guten Gesprächen mit den anderen Darstellern aus – ein schöner Auftakt für das Wochenende.
Der Samstag begann entspannt mit Frühstück im Lager. Anschließend gingen wir unseren gewohnten Tätigkeiten nach: Dieter arbeitete an seinem Bogen, ich nähte an seiner Tunika und übte mich weiter im Sprang. Dabei ergaben sich viele schöne Gespräche mit Besuchern und Mitgliedern des Heimatvereins. Besonders gefreut habe ich mich über Marion vom Bronzehof Uelsen, die mir nicht nur ein Sprang-Haarnetz anfertigte, sondern mir auch zeigte, wie das dazugehörige Band geflochten wird. Als besonderes Geschenk bekam ich von ihr sogar einen kleinen Sprangrahmen aus Weide.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Vorträge. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto wurde über Ernährung im Frühmittelalter und den Ablauf des bäuerlichen Jahres berichtet. Dazwischen waren wir an der Reihe und stellten unsere Art der altsächsischen Darstellung vor. Wir waren vorher durchaus etwas aufgeregt, umso mehr freuten wir uns darüber, dass der Vortrag gut ankam und sich anschließend sogar noch Fragen aus dem Publikum ergaben.
Auch nach dem Vortrag gab es viele interessante Gespräche. Besonders gefreut hat uns, dass offenbar verstanden wurde, dass wir unser Lager nicht nur als Kulisse nutzen, sondern dort tatsächlich einen rekonstruierten Ausschnitt des altsächsischen Alltags leben – mit Handarbeiten, Bogenbau, Gesprächen und den vielen kleinen Handgriffen des Alltags, die für uns selbstverständlich dazugehören.
Mit den anderen Darstellern sind noch schöne Fotos entstanden.
Am Abend überraschte uns ein kräftiger Regenschauer. Während ringsum Zelte abgebaut wurden, konnten wir den Regen zunächst vom eigenen Lager aus beobachten. Später packten auch wir die ersten Sachen zusammen und nutzten den menschenleeren Sachsenhof noch für einen ruhigen Spaziergang über das Gelände, nachdem der Regen sich wieder verzogen hatte.
Unser Dank gilt dem gesamten Team des Sachsenhofs Greven für die herzliche Aufnahme, die hervorragende Organisation, die morgendlichen Brötchen und den schönen gemeinsamen Grillabend. Wir würden uns sehr freuen, wenn aus diesem gelungenen Auftakt eine feste Tradition wird – wir wären jedenfalls gerne wieder dabei.
27.07.2026
Wir haben abgebaut und sind zum Sachsengelände gefahren. Dort haben wir Zelt und Plane mal wieder aufgebockt, denn beide waren noch nass. Zu Hause haben wir das Auto ausgeräumt und alles, was nicht Lebensmittel war, einfach erst mal in der Wohnung stehen lassen.
28.07.2026
Den Lagerkram, den wir gestern in die Wohnung gestellt hatten, haben wir weggeräumt. Später habe ich den Monatsrückblick weiter geschrieben, und ich habe begonnen, die Texte auf unserer Homepage zu überarbeiten.
29.07.2026
Die Überarbeitung der Homepage ist weitergegangen. Stand heute haben Die Sachsen von der Wisura exakt 400 Follower auf Facebook.
30.07.2026
Heute habe ich die Mittelalterschuhe gesäubert und gefettet, die wir in Greven getragen haben. Die Änderungen, die ich an der Homepage vorgenommen hatte, habe ich heute online gestellt. Den Monatsrückblick habe ich auch weitergeschrieben.
31.07.2026
An der Homepage habe ich die letzten Änderungen vorgenommen und anschließend das dazugehörige Posting auf Facebook veröffentlicht.