Juni 2026
01.06.2026
Der Monat begann wie üblich mit dem Einstellen des Monatsrückblicks und dem Verlinken des Monatsrückblicks auf Facebook.
03.06.2026
Wir haben das Auto für das bevorstehende Lager auf dem Sachsengelände beladen.
04. – 07.06.2026
Das Fronleichnamslager auf dem Sachsengelände war ohne Frage ein gelungener Auftakt des Monats. Der Auftakt verlief zwar etwas feucht: kaum waren wir alle mit dem Aufbau fertig, zeigte das Wetter, was es kann. Der Regen war so kräftig, dass wir unter Plane und Zelt Eimer aufstellen mussten. Zum Glück zeigte sich das Wetter pünktlich zum gemeinsamen Grillen wieder von seiner freundlichen Seite.
Die folgenden Tage verliefen angenehm entspannt. Ausschlafen, gemeinsam frühstücken, unter der Plane Tee und Kaffee trinken und einfach Zeit miteinander verbringen – genau so stellt man sich ein gelungenes Lagerwochenende vor. Daneben haben wir aber auch einiges geschafft. Die provisorische Bogenbahn wurde aufgebaut und getestet. Nach fast drei Jahren Pause zeigte sich zwar deutlich, dass beim Bogenschießen noch Luft nach oben ist, aber Spaß gemacht hat es trotzdem, und vor allem hat sich gezeigt, dass unser Aufbauplan für die angedachte fest installierte Bogenbahn funktioniert.
Auch an unseren Projekten ging es voran. Für die Wachsfresser habe ich Wachswürfel hergestellt und an meinem grünen Mantelkleid weiter genäht. Dieter und ich haben seine Bogenbaubank fertig gestellt und ich habe sie geölt. Nachdem Ingo den passenden Bohrer besorgt hatte, konnten Ingo und Dieter schließlich auch die Stützen an Ingos Anhänger montieren. Dieter reparierte außerdem einige von Tanjas Pfeilen.
Besonders schön waren die vielen ruhigen Momente zwischendurch: gemeinsam unter der Plane sitzen, reden, nähen, werkeln oder einfach die Gesellschaft der anderen genießen. Solche Augenblicke sind oft die, an die man sich später am liebsten erinnert.
Am Sonntag stand schließlich der Abbau an. Obwohl wir nichts vorbereitet hatten, waren wir inklusive Pausen und kleinerer Arbeiten auf dem Sachengelände nach gut vier Stunden fertig. Vor allem waren wir zufrieden, weil alles ruhig, strukturiert und ohne Stress ablief. Zum Abschluss haben wir noch Holz für das Lager auf der Tilleda aufgeladen und dabei festgestellt, dass unser Brennholzvorrat langsam zur Neige geht. Hoffen wir mal, dass er für die verbleibenden Lager des Jahres noch ausreicht.
Insgesamt war es ein rundum gelungenes Wochenende mit guten Gesprächen, produktiven Projekten, viel gemeinsamer Zeit und einer gehörigen Portion Lagergemütlichkeit.
09.06.2026
Abends bin ich durch Facebook gewuselt, habe mich als Sachsen von der Wisura mit einer Followerin für Campus Galli verabredet – Vorfreude! – und habe das Posting der Pfalzschlacht geteilt.
14.06.2026
Wir haben den Sprangrahmen noch einmal überarbeitet und haben auf dem Sachsengelände Bogen geschossen. Da ist definitiv noch Verbesserungsbedarf, aber die Freude daran ist immer noch da.
17.06.2026
Sylvia hatte angekündigt, dass es einen Essensstand auf der Pfalzschlacht geben soll. Angesichts der angekündigten Hitze beschlossen wir deshalb, im Lager nicht zu kochen, sondern uns dort zu verköstigen. Für Sonntag Abend packen wir vorgekochtes Essen ein.
19. – 21.06.2026
An diesem Wochenende haben wir bei der Pfalzschlacht Tilleda gelagert. Bereits am Vortag hatten wir unseren Anhänger auf dem Lagerplatz abgestellt. Nach der langen Anfahrt und der späten Ankunft fehlte uns allerdings die Motivation für den Aufbau, so dass wir die Nacht lieber in einem Hotel verbrachten.
Der Plan, am nächsten Morgen möglichst früh an der Königspfalz zu sein, scheiterte daran, dass ein LKW-Fahrer uns beim Abladen den Weg versperrte und nicht bereit war, uns kurz herauszulassen. Mit etwas Verspätung konnten wir schließlich doch losfahren.
Unser Lagerplatz neben dem Langhaus erwies sich als Glücksgriff. Der Schatten war bei den hochsommerlichen Temperaturen Gold wert. Trotzdem zog sich der Aufbau deutlich länger hin als sonst, denn wir mussten immer wieder Trinkpausen einlegen. Die Hitze setzte uns ordentlich zu. Dieter erwischte es sogar kurzzeitig mit einem kleinen Kreislaufkollaps, so dass er sich einige Minuten im Schatten ausruhen musste. Die erste Kiste Wasser war am Ende des Tages fast leer.
Weniger erfreulich war die Erkenntnis, dass unser Lagertisch inzwischen etwas wackelig auf den Beinen ist. Nach der Saison werden wir wohl einen Nachfolger bauen müssen. Bis dahin hoffen wir, dass er tapfer durchhält.
Nachdem alles aufgebaut war, brachten wir Auto und Anhänger zum Sportplatz und machten uns über die Treppe wieder auf den Weg zur Königspfalz.
Den Abend ließen wir entspannt ausklingen. Paul kam ins Lager, und wie so oft wurde aus dem Gespräch ein langer Abend. Erst gegen halb zwölf fanden wir den Weg in die Betten.
Die Nacht auf Samstag war allerdings früh beendet. Gegen halb sechs wurde ich unsanft geweckt, als mir die Plane des Sachsenzeltes gegen den Kopf schlug. Draußen tobten Wind, Regen und Gewitter gleichzeitig. Nachdem der Regen durchgezogen war, schlug das Wetter jedoch komplett um. Die Sonne kam heraus, die Temperaturen stiegen rasch an, und das Wasser auf den Wiesen verdunstete. Das Ergebnis war eine drückende Schwüle, die jede Bewegung anstrengend machte. An Bogenbau war unter diesen Bedingungen nicht zu denken.
Gegen Mittag bekamen wir Besuch von Ingo, Tanja und Tala. Die Mischung aus Wetterchaos und schlechter Nacht machte den Tag zwar etwas zäh, doch die Gesellschaft tat gut. Später schauten auch Markus und Karen vorbei. Nach Marktschluss kamen außerdem Lisa und Daniel zu uns ins Lager, die wir in Oldenburg kennengelernt hatten. Außerdem habe ich an meinem Sprangrahmen weiter gearbeitet.
Gekocht haben wir an diesem Abend nicht. Bei der Hitze war uns schon vorher klar gewesen, dass wir darauf verzichten würden. Stattdessen besorgten wir uns etwas zu essen auf dem Markt.
Am Sonntag konnte ich schließlich mein grünes Mantelkleid fertig nähen. Da die Wettervorhersage für die kommenden Stunden wenig verheißungsvoll aussah, beschlossen wir, bereits an diesem Tag abzubauen. Kurz vor fünf holte Dieter Auto und Anhänger, während ich im Sachsenzelt mit dem Zusammenpacken begann.
Den gesamten Abbau erledigten wir in Mittelalterklamotte. Keiner von uns hatte Lust, sich bei den Temperaturen noch in die Arbeitshose zu zwängen. Zwischendurch wurde der Lagertisch notdürftig repariert, und ich durfte Dieter versorgen, nachdem er sich einen Holzspan in den Finger gezogen hatte.
Gegen 21 Uhr waren wir schließlich abfahrbereit. Die Heimreise verlief ohne besondere Vorkommnisse, und kurz nach zwei Uhr nachts erreichten wir das Sachsengelände. Dort stellten wir den Anhänger ab, haben dabei einen Hasen aufgeschreckt und machten uns nach einem heißen und wettertechnisch abwechslungsreichen Wochenende auf den Weg nach Hause.
23.06.2026
Die Sachen aus dem Lager, die wir mit nach Hause genommen hatten, habe ich weggeräumt. Abends haben wir einen Bericht über das Kloster Lorsch und Lauresham im Fernsehen gesehen.
25.06.2026
Auf Facebook habe ich die Ankündigung vom Campus Galli für das bevorstehende Lager Anfang Juli geteilt.
Außerdem habe ich ein Posting von Lauresham entdeckt für eine Veranstaltung am kommenden Samstag (Führung und anschließende Einführung in das Spinnen mit Handspindel).
Weil Josefine mir bei der Pfalzschlacht den Floh ins Ohr gesetzt hat, habe ich bei Amazon nach einem Strohhut für Teddygunde geguckt. Außerdem habe ich bei pallia die Bronzenadeln für Tanja und mich nachbestellt.
27.06.2026
Die Wettervorhersage für heute war brutal, die Temperaturen stiegen im Laufe des Tages auf sagenhafte 42 Grad. Von daher war uns schon im Vorfeld klar, dass Arbeiten auf dem Sachsengelände illusorisch war. Also haben wir uns unsere Mittelalter-Strohhüte geschnappt und sind nach Lauresham gefahren. Dort waren wir tatsächlich die einzigen Besucher, die an der Veranstaltung teilgenommen hatten. Eine Gruppe hatte sich noch angemeldet, war aber nicht erschienen, und so hatten wir Lauresham ganz für uns allein – das ist uns bei all unseren Besuchen dort noch nie passiert, und es war bemerkenswert, wie still und atmosphärisch es dort ist, sogar bei den mörderischen Temperaturen.
Zuerst haben wir die Führung genossen und dabei einige Fakten über Lauresham erfahren, die uns noch nicht bekannt gewesen sind. Danach ging es zurück zum Eingangsbereich, in einen klimatisierten Bereich, wo wir uns mit dem Spinnen mit der Handspindel auseinander gesetzt haben. Das war sehr lehrreich, interessant und – Wunder über Wunder – eher mein Ding als Dieters.
Anschließend sind wir nach Lorsch gelaufen, haben uns im Schatten niedergelassen, uns mit Eis belohnt und sind danach natürlich noch zur Torhalle gegangen. Danach ging es im klimatisierten Auto wieder nach Hause. Abends habe ich ein Posting für die Sachsen von der Wisura bei Facebook geschrieben und über unseren Besuch in Lauresham geschrieben.
28.06.2026
Heute habe ich mit den ersten Lagervorbereitungen begonnen.
29.06.2026
Nach dem Abendessen bin ich in den Keller gegangen, um den Zuschnitt für Dieters Tunika zu machen. Bei der Gelegenheit habe ich gleich aus den Resten von dem Stoff, den Marled für mich gewebt und gefärbt hatte, ein Mantelkleid für Teddygunde zugeschnitten.
30.06.2026
Nach der Arbeit haben wir das Auto gepackt, was recht schnell ging. Außerdem habe ich noch ein bisschen Lagervorbereitung gemacht, denn morgen geht es los zum Campus Galli.